Das Rheingold

Sebastian Weigle
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Date/Location
3 June 2010
Oper Frankfurt
Recording Type
  live  studio
  live compilation  live and studio
Cast
WotanTerje Stensvold
DonnerDietrich Volle
FrohRichard Cox
LogeKurt Streit
FasoltAlfred Reiter
FafnerMagnus Baldvinsson
AlberichJochen Schmeckenbecher
MimeHans-Jürgen Lazar
FrickaMartina Dike
FreiaBarbara Zechmeister
ErdaMeredith Arwady
WoglindeBritta Stallmeister
WellgundeJenny Carlstedt
FloßhildeKatharina Magiera
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Reviews
Online Musik Magazin

Vom Naturgold zur Geldwirtschaft

Auf einen neuen Ring in Frankfurt wartete man sehnlich; nicht allein, weil die gegenwärtige Qualität des Hauses hohe Erwartungen regelrecht herausfordert, sondern auch, weil seit der letzten Präsentation von Wagners Tetralogie in Frankfurt 15 Jahre vergangen sind. Es waren immer ihre besten Jahre, in denen die Frankfurter Oper mit den Realisierungen des Ring des Nibelungen geradezu Epoche gemacht hat: Ende der achtziger Jahre durch Ruth Berghaus (Regie), Axel Manthey (Ausstattung) und Michael Gielen (musikalische Leitung) sowie Mitte der Neunziger durch Axel Wernicke (Regie und Ausstattung) und Sylvain Cambreling (Dirigent).

Nun begann mit der Premiere des Rheingold ein neues Ring-Projekt, das in den Händen des Frankfurter GMDs Sebastian Weigle, der bulgarischen Regisseurin Vera Nemirova und des Bühnenbildners Jens Kilian liegt. Die übrigen Ring-Teile werden in den beiden kommenden Spielzeiten bis Januar 2012 erarbeitet werden. Die hohen Erwartungen sind nicht nur nicht enttäuscht worden, sondern mit diesem Rheingold ist ein verheißungsvoller Anfang gesetzt worden, der auf eine geschlossene Interpretation des gesamten Ringzyklus hindeutet und die Ungeduld auf das Werden des Ganzen nur noch steigert.

Am Anfang ist nur Bild und Ton. Im gänzlich dunklen Opernsaal hebt die Musik mit dem Es-Dur-Akkord wie aus dem Nichts an. Langsam, im blauen Dämmerlicht, wird auf der Bühne eine Wasserfläche sichtbar, die, von Tropfen aus der Höhe sacht bewegt, sich in Wellenbewegungen allmählich ausbreitet. Fasziniert wird man im Theatersessel Zeuge eines musikalisch-szenischen Schöpfungsaktes. Wenn sich allmählich die Rheintöchter aus der Mitte der Tiefe erheben, hat sich die Fläche in ein weiches ineinander Schwingen konzentrischer Ringe aufgelöst. Das wunderbare Bild lässt gleichsam die Tiefe des Rheines wie die Weite des Kosmos assoziieren. Die Elemente bestimmen auch im weiteren Verlauf das Geschehen. So wie die bewegten Scheiben den Rücken der Erde bilden, erlauben sie den Blick in deren Tiefe nach Nibelheim. Und Loge, der Herr des Feuers, schwebt auf einer Schaukel vom Bühnenhimmel ein und entschwindet am Schluss auch wieder in den Lüften. Allein seiner weiträumigen Szenerie wegen ist dieser Vorabend schon ein Genuss. Sie wird sicherlich auch die weiteren Teile bestimmen und lässt Raum für phantastische weitere Handlungsentwicklungen.

Kein Konzept hat Vera Nemirova mit ihrer Inszenierung dem Werk übergestülpt und keine Aktualisierungen an den Haaren herbeigezogen. Aber eine von heutigen Erfahrungen geprägte Interpretation des Mythos ist dennoch schon zu erahnen – vis-á-vis zu den Finanz-Kathedralen hier in Frankfurt. Wenn Alberich zu Beginn auftaucht, erscheint er wie ein biederer Geschäftsmann, im schwarzen Anzug, den er aber bald ablegt, um sich den lockenden Gespielinnen zu nähern. Erst ist das Gold noch von reiner Natur, durch die Mehrwertschöpfung auf dem Rücken seiner beherrschten Nibelungen wird es sich bald zu schnödem Mammon akkumuliert haben. Leinerne Geldsäcke werden Alberich von Wotan und Loge abgezwungen, mit denen Freias auf den Boden gemalte Konturen ausgelegt werden, um den Riesen ihren Lohn abzumessen.

Dass aber die Göttergesellschaft ihrerseits, deren vermeintliche Macht und Sicherheit auf dem Raub des aus gestohlenem Gold erwachsenen Geldes beruht, mit dem sie ihre Dienstleister, die Riesen, bezahlt haben, auch dem Verfall preisgegeben ist, zeigt das eindrückliche Schlussbild: Wotan, Fricka und ihre Gesellschaft reihen sich langsam ins Publikum ein und werden die Unsrigen. Im Saal wird es ein wenig heller, sie nehmen in den Proszeniumslogen Platz, prosten sich mit Champagner zu und verachten zynisch das Klagen der Rheintöchter. Oben auf einer der erhöhten Bühnenscheiben starren, um Jahre gealtert, ihre Doubles verwirrt und verängstigt vor sich hin. „Ihrem Ende eilen sie zu“, weiß ja der hellsichtige Loge. Gefragt ist schon hier nicht mehr: ob, sondern die Spannung lenkt sich auf das Wie ihres Untergangs. Und das werden die drei weiteren Abende erzählen.

So schlüssig, behutsam und in organisch entwickelten Bildern die Szene gebaut war, so gestaltete Sebastian Weigle die Rheingold-Musik zu einer monumentalen Sinfonie von der Urmusik des Beginns bis zum fragwürdigen Pathos des Einzugs nach Walhall. Kleine Trübungen im Orchester an diesem besuchten Abend beeinträchtigten das insgesamt glänzende Spiel des Museumsorchesters kaum. Es gelang vor allem ein geschlossen musikalisches Ganzes, dessen gleichsam epischer Duktus großartig wirkte und auch im Kleinen, in der Leuchtkraft der Stimmen und der Transparenz der Motive, feinsinnig ausgearbeitet war.

Das Sängerensemble beeindruckte mit außergewöhnlich klarer Textartikulation. Die Einzelleistungen waren durchweg beeindruckend. Terje Stensvold war darstellerisch wie sängerisch ein höchst präsenter Wotan. Als Fricka konnte Martina Dike ihm ebenbürtig parieren. Einen Alberich ohne mystische Düsternis, dafür aber mit ausgefuchster Berechnung gab Jochen Schmeckenbacher. Und als Mime sang und agierte Hans-Jürgen Lazar mit starker Wirkung. Glänzend die Leistung von Kurt Streit als knallhart kalkulierender Loge. Gut spielten auch die beiden Riesen (die durch ein paar weitere Statisten vervielfacht waren) ihre Rollen aus: Alfred Reiter als verliebter Fasolt und Magnus Baldvinsson als ebenso entschlossen wie brutal handelnder Fafner. Die göttlichen Geschwister Freia (Barbara Zechmeister), Froh (Richard Cox) und Donner (Dietrich Volle) hatten ausgeprägt individuelle Züge. Die Trias der Rheintöchter (Britta Stallmeister, Jenny Carlstedt, Katharina Maniera) war stimmlich schön aufeinander eingestellt und agierte elegant und mit Charme. Meredith Arwady thronte als Erda gluckenhaft in einem Erdloch, umgeben von den noch kindlichen Nornen und sang Ehrfurcht gebietend mit mütterlich mahnendem Ton. Beachtlich war insgesamt, wie die Sängerdarsteller der ausgefeilten Personenregie zu szenischer Wirkung verhalfen.

FAZIT

Man weiß zwar nicht, wie das wird. Aber nach diesem viel versprechenden Vorabend könnte sich in Frankfurt ein außergewöhnlicher Ring formen.

Christoph Wurzel | Besuchte Vorstellung: 7. Mai 2010

Neue Musikzeitung

Vera Nemirova startet Frankfurts neuen „Ring“

Ruth Berghaus, die als Regisseurin für den letzten kompletten „Ring des Nibelungen“ in der Frankfurter Ära Michael Gielen verantwortlich zeichnete, war eine der Lehrerinnen der bulgarischen Regisseurin Vera Nemirova, die – nach einem viel beachteten, ungewöhnlichen „Tannhäuser“ – von Intendant Bernd Loebe den Auftrag erhalten hatte, Richard Wagners Tetralogie zu inszenieren.

Die Bühnenbildlösung von Jens Kilian, eine schräg gelagerte Scheibe in vier konzentrischen, unabhängig zirkulierenden und kippbaren Ringen um eine zentrale Mittelversenkung, wirkt wie die Hightech-Version der Neubayreuther Scheibe von Wieland Wagner. Der innovative Wagner-Enkel ist im Programmheft der Frankfurter Oper auch mit seinem damals bahnbrechenden Aufsatz über Loge, als den einzig wirklich Freien, vertreten. Und so senkt sich Loge (Kurt Streit, souverän und anfänglich auch sehr frei im Rhythmus) auf einer Schaukel ins mythische Bühnengeschehen. Am Ende schwebt der luftige (Halb-)Gott frei über der Szene, während die übrigen Götter, nun in heutigem Abenddress, statt nach Walhall, in den erleuchteten Zuschauerraum ziehen, um in den Proszeniumslogen ihren Ortswechsel mit einem Gläschen Sekt zu begießen. Auf der Bühnenscheibe aber verbleiben jene gealterten Götter-Doubles, die zuvor, bei Loges Vision des versiegenden Götterstamms, in Erscheinung getreten waren.

Das gebrochene Handlungs-Ende ist das einzig wirklich Ungewöhnliche (und für machen Besucher Befremdliche) an dem spielerisch ausgefeilten, intensiven Theaterabend. Besonders herausgearbeitet ist die Beziehung zwischen der Kind gebliebenen Freia (Barbara Zechmeister) und dem sie leidenschaftlich begehrenden Fasolt (Alfred Reiter): Der Riese hüllt sie in ein Brautkleid und kümmert sich – im Gegensatz zu Freias göttlicher Verwandtschaft – liebenswert um die Bedürfnisse dieser Jugendlichen. Und Freia, daran besteht kein Zweifel, liebt diesen Fasolt, den „lieb [zu] gewinnen“, bereits der Komponist im Jahre 1854 Emilie Ritter gebeten hatte. Der sozialrevolutionäre Ansatz Richard Wagners wird – auch unter Berufung auf George Bernard Shaw im Programmheft – forciert, indem die Nibelungen nicht Schmuck und Waffen, sondern Geldscheine produzieren, mit denen sich Fafner sein Gewand schließlich so vollstopft, dass er beinahe schon zum Drachen mutiert (Kostüme: Ingeborg Bernerth).

Fricka (Martina Dike) ist noch ganz die liebreizende Gattin, um die Wotan geworben hatte und durch die er in die Kaste der Mächtigen aufgestiegen war; eigenhändig bindet sie ihrem Mann die Schnürsenkel. Terje Stensvold ist ein gestandener, seine Partie sicher beherrschender, aber arg nasaler Wotan. Den Gegenspieler Alberich gestaltet Jochen Schmeckenbecher als einen Möchtergern-Lebemann und Freund des Showbusiness, der auch unter der Tarnkappe sichtbar agiert. Mit herabgelassenen Hosen wird der aus Nibelheim entführte Alberich an Wotans Speer wie an einen Marterpfahl gefesselt. Neben Artauds Theater der Grausamkeiten (beim jeweiligen Ring-Raub) treten zauberhafte, weiblich empfundene Bilder, wie das der libidinösen Rheintöchter oder das der korpulenten, halbnackten Urmutter mit drei an ihr klammernden Kindern, den späteren Nornen. (Erdas betont nackte, große Brüste erscheinen wiederum als ein Zitat Wieland Wagners) Die Erda von Meredith Arwady zählt stimmlich zu den herausragenden Leistungen des Abends. Die Rheintöchter (Britta Stallmeister, Jenny Carlstedt und Katharian Magiera) überzeugen solistisch, weniger jedoch als Terzett. Die Zwischenspiele sind durchinszeniert, eine Videoprojektion gibt es nur zu Beginn, als Bild des Urwassers, auf dem Boden der Spielfläche.

Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester beginnt im total finsteren Orchestergraben, Sebastian Weigle dirigiert mit abgedunkelter Taschenlampe. Ein starker Effekt, leider am Premierenabend gestört durch das penetrante Klingeln eines Handys. Außer einigen Ansatzproblemen im Blech eine saubere Orchester-Leistung, der die langjährige Wagner-Tradition anzumerken ist. Weigle trägt die Solisten und unterstützt weitestgehend das szenische Geschehen. Nemirovas Neuinszenierung schafft im Brechtschen Sinne die Spaltung des Publikums: Lautstarker Jubel, aber auch heftige Buhrufe für das Regieteam der schon lange ausverkauften „Rheingold“-Premiere, der in der kommenden Spielzeit „Die Walküre“ und in der darauffolgenden Spielzeit die letzten beiden Teile des „Ring“ folgen werden.

Peter P. Pachl | 03.05.2010

MusicalCristicism.com

Oper Frankfurt’s new Ring gets off to a very promising start with this Rheingold, directed with effective and elegant economy by Vera Nemirova, the young Bulgarian director who has been carving out an important career in several German houses.

Nemirova attracted attention earlier in the season with a Macbeth in Vienna that was deemed something of a scandalous failure. This was due, depending on which reports one reads, either to the Viennese public’s general aversion to the premises of Regietheather, or to Nemirova’s failure to find a convincing angle to take on Verdi’s tricky early opera.

It seems, in fact, to have been down to a mixture of both, and while Rheingold is a very different prospect and the Frankfurt audience more open-minded, she here directs with the surest of touches a work whose recent production history has more often than not revolved around abstraction. And despite this production’s clean lines and smart aesthetic, Nemirova thankfully avoids falling into the classic Regie trap of clearing away the clutter of traditional stagings only to replace it with a great deal more clutter. Not everything works perfectly, but this is an admirably clear-headed, intimate view of Wagner’s tautly structured masterpiece.

Jochen Schmeckenbecher as Alberich, Kurt Streit as Loge (Photo © Monika Rittershaus)Jens Kilian’s set is based on a large tilted circle, made up of wide concentric rings like the rings of Saturn, which can be rotated independently on the horizontal plane, bringing to mind both astronomical models and the movement of certain fairground rides. During the Prelude, water drops with slow regularity into a pool projected (by Bibi Abel) onto the circle in blue. It’s an image more in keeping with meditative calm than the increasingly fast flowing Rhine of Wagner’s music, but provides a useful contrast to the subsequent action; this calm, untroubled state, rather than the innocence of Ur-Natur, is what the characters seem to long for.

When the Rhinemaidens emerge writhing out of the central circle, the resulting stage picture is strikingly beautiful. With a touch of the mermaid about them, they are dressed in elegant, sparkly dresses, and Alberich makes his first stuttering appearance in a tuxedo. The programme reproduces extracts of George Bernard Shaw’s influential early criticism, and Nemirova subscribes to his view that these maidens are the cold-hearted coquettes of any capitalist society. They flirt with Alberich cruelly, before stripping and sexually humiliating him, and running off around the rotating discs.

The uncluttered circle is restored as we ascend to join the Gods, relaxing in the calm of the cool blue. Froh and Donner are the standard ineffectual pair, with Froh absentmindedly blowing bubbles, while relations between Wotan and Fricka seem unusually harmonious. The rude interruption of the giants, who appear from under the central disc with an entourage of workers in welding masks, is therefore a particularly unwelcome intrusion. I was not sure about the effectiveness, after Freia’s abduction, of having elderly versions of the Gods hobble along the front of the stage, but the descent to Nibelheim is brilliantly effected by means of then set’s rotating rings alone.

Without a wholesale change of scene, however, this underworld is restricted to limited space under the disc, and it seemed a shame that no real attempt was made with the Tarnhelm’s magic: Jochen Schmeckebecker’s Alberich has to portray the dragon simply by writhing, finally (and somewhat perplexingly) touching up Loge; while the frog is represented by a just green glove. There is just a small number of Nibelungs, who feature in branded overalls, packing cash into cloth bags. Alberich’s cruelty, however, is portrayed with unflinching power, and reciprocated in the raw violence of Loge removing both Ring and finger to complete the hoard.

Perhaps most controversial is the final entrance to Valhalla. The gods change into evening dress, before standing as if preparing to deliver a set piece finale and walking out into the theatre. The house lights are raised, and their superannuated alter-egos observe from above as they start to clink glasses at the side of the auditorium. It’s perhaps the least clear aspect of Nemirova’s conception and raises several questions, not least, one might flippantly suggest, regarding the health and safety implications of bringing the Valhalla-as-auditorium concept to its natural conclusion in Götterdämmerung’s final conflagration. Clearly the exact meaning of Zemirova’s overall plan will not become clear until the subsequent parts of the cycle are unveiled, but on its own terms this is Rheingold is refreshing, clearly thought-out and dramatically effective.

Nibelheim (Photo © Monika Rittershaus)Musically the quality is every bit as high, and the results are being recorded by Oehms’ classics, who are also half way through releasing Simone Young’s ongoing Hamburg Ring. Conductor Sebastian Weigle has already recorded several important new operas for the label, and here showed himself to be an astute Wagnerian, keeping the action moving along well, unleashing the full force of Wagner’s powerful score, but not afraid to take his time with the rare appearance of more lyrical musical ideas.

Heading the cast is the Wotan of Terje Stensvold, for whom the role seems to lie almost perfectly. With his relatively light timbre, he is more a civilised, urbane pater familias than an implacable authority, but this seems to give the hypocritical nature of his actions greater dramatic weight. As Fricka, Martina Dike is not just critical, but also loving of her husband, and avoids the matronly shrillness of some in the role. The star of the evening, however, is the magnificent Loge of Kurt Streit. The American tenor, a consummate Mozart stylist, brings clear diction, a beautiful voice, energy and athleticism to his wily performance. Schmeckenbecher makes an excellent Alberich, too, almost likeable at first, but descending into focussed megalomania, pointing the text clearly but avoiding the trap of resorting to too much Sprechgesang. Dietrich Volle and Richard Cox are well matched as Donner and Froh, and Barbara Zechmeister is an ingratiating Freia. Of the giants, Magnus Baldvinsson’s Fafner, perhaps appropriately, was a more powerful presence than Alfred Reiter’s Fasolt, while Meredith Arwady made a strong impression as Erda, looking every inch the earth-mother as she rose from the deep, draped with children, and with a plummy, true contralto voice to match. Hans-Jürgen Lazar is excellent as the subjugated Mime, while Britta Stallmeister, Jenny Carlstedt and Katharina Magiera are seductive and well-matched as the Rhinemaidens.

Das Rheingold (Photo © Monika Rittershaus)Wagner himself might have raised an eyebrow at this vehemently anti-capitalist work being performed in the shadow of Deutsche Bank’s new shiny twin-towers, or the fact that the view from Oper Frankfurt’s bar is dominated by a ten-metre illuminated euro sign. But Nemirova’s production eloquently reiterates the precautionary allegory at the opera’s heart, underlining its continued relevance without resorting to didacticism. The opera world will no doubt be keen to see how she manages to keep such effective control on Wagner’s drama as it spirals off into the subsequent instalments.

Hugo Shirley | Oper Frankfurt, Frankfurt am Main, 26 May 2010

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Technical Specifications
320 kbit/s CBR, 44.1 kHz, 350 MByte (MP3)
Remarks
In-house recording
A production by Vera Nemirova (2010)