Sonnenflammen

Ulrich Leykam
The Bayreuth Digital Orchestra
PPP Music Theatre Ensemble München
Date/Location
15/16 August 2020
Kulturbühne Reichshof Bayreuth
Recording Type
  live  studio
  live compilation  live and studio
Cast
Kaiser AlexiosUli Bützer
IreneRebecca Broberg
FridolinGiorgio Valenta
AlbrechtSteven Scheschareg
GomellaDirk Mestmacher
William Wallace
IrisJulia Reznik
EustachiaMaarja Purga
Ritter GottfriedRobert Fendl
Ein BettlerSteven Scheschareg
Ein WahrsagerSteven Scheschareg
Der Gesandte VenedigsRobert Fendl
EunoeXenia Galanova
Ein BoteReuben Scott
Ein WinzerAlexander Geiger
Die Tanz-DeuterinRafaela Fernandes, Xenia Galanova, Angelika Muchitsch
1. VerschwörerReuben Scott
2. VerschwörerDi Guan
Ein SklaveReuben Scott
Ein DienerLuca Micheli
Stage directorPeter P. Pachl
Set designerRobert Pflanz
TV directorJochen Schoberth
Gallery
Reviews
nmz.de

Menschheitsdämmerung mit Atompilz und Atemmaske: Siegfried Wagners „Sonnenflammen“ in Bayreuth

Ohne Festspiele bietet die Bayreuther Innenstadt in diesem Sommer ein ungewohnt tiefenentspanntes Bild, bis Max Emanuel Cencic Anfang September im Markgräflichen Opernhaus erstmals das neue Barockfestival eröffnen wird. Die zum Äußersten entschlossene Anhängerschaft Siegfried Wagners leistete erbitterten Widerstand gegen die wegen Corona abgesagten Vorstellungen. Zwar musste auch das pianopianissimo-musiktheater schweren Herzens auf „Rainulf und Adelasia“ verzichten, realisierte allerdings mit tollkühnem Mut das Musikdrama „Sonnenflammen“, Siegfried Wagners Opus 8: Ohne ‚echtes‘ Orchester, dafür mit Video-Orgie rauschte das byzantinische Imperium in seinen farbenfrohen Untergang.

Seit bald fünf Jahrzehnten kämpft die Internationale Siegfried Wagner Gesellschaft gegen eine ungerechte Rezeptionsflaute. Nach mehreren starken Anfangserfolgen konnten sich die Opern des einzigen Sohns von Richard und Cosima Wagner, des Festspielleiters und Großvaters von Katharina Wagner nicht behaupten. Schade eigentlich, denn das auf Tonträger inzwischen fast vollständig vorliegende kompositorische Schaffen Siegfrieds ist ein schillernder Kosmos, der die virulenten Themen des frühen 20. Jahrhunderts eigenwillig und stellenweise ungewöhnlich spiegelt.

Jetzt schaut es aber endlich danach aus, als würden sich kleine Siegfried-Wagner-Festspiele im Schatten der großen Richard-Wagner-Festspiele Bayreuths konsolidieren – ab 2023 in der dann nach gründlicher Restaurierung wieder eröffneten Stadthalle. Denn Wilhelmines Markgräfliches Opernhaus, in dem man 2019 Siegfrieds berückende Märchen-Collage „An allem ist Hütchen schuld“ spielte, ist viel zu klein für dessen opulent instrumentierte Partituren. Dabei setzen die Beteiligten bei manchen Werken schon zur dritten Runde an. So kamen Siegfrieds 1912 vollendete, allerdings erst 1918 in Darmstadt uraufgeführte „Sonnenflammen“ konzertant bereits in Wiesbaden 1979 und in einer musikalisch fulminanten, auf CD festgehaltenen Ausführung in Halle 2003 heraus. Gerade wegen der Luxus-Besetzung mit Roman Trekel, Michaela Schuster und Niels Giesecke gingen da so manche individuelle Details von Siegfrieds Textgestaltung im Bad der großen Töne und ambivalenten Gefühle unter. Die latente Doppelbödigkeit des Werks erlebte man am letzten Wochenende durch das persönlichkeits- und ausdrucksstarke Ensemble weitaus deutlicher.

In Bayreuth gab es die erste szenische Aufführung von „Sonnenflammen“ seit dem Zweiten Weltkrieg: Nachdenklich trotz Bilderflut und bestens angemessen der singulären Position Siegfrieds zwischen Komponistenkollegen wie Strauss und Schreker. Die Sänger siegten mit der Beherztheit einer bis an die Zähne bewaffneten römischen Legion. Das aus der Corona-Not geborene digitale Orchester erwies sich allerdings als fragwürdig. Zudem war das schmal subventionierte Unterfangen im Vorfeld durch zwei schwere menschliche Verluste gefährdet: Am 10. November starb der Dirigent Werner Andreas Albert, der bei cpo eine beachtliche Reihe von Werken Siegfried Wagners einspielte und „Sonnenflammen“ hätte leiten sollen. Am 26. Juli wurde der Tenor Johannes Föttinger kurz vor Probenbeginn in seiner Wohnung tot aufgefunden. Die Veranstalter widmeten die Produktion den beiden wichtigen Mitstreitern der Siegfried-Wagner-Renaissance.

Mit intelligenter Verspieltheit und gekonnter Selbstironie näherte sich Peter P. Pachl dem von Siegfried in Vater Richards Manier getexteten und vertonten Opus. Sinnig verortete er Konzept und Aufführungsort: Im ehemaligen Kino Reichshof hatte Siegfried mit seiner Ehefrau Winifred oder nahestehenden Freunden möglicherweise den ein oder anderen Film gesehen. Bei Pachl springt in Auge und Ohren, dass die mit ausladenden Melodien bedachten Figuren Siegfrieds sich verhalten, als seien sie ständig auf dem Sprung zwischen Verhaltenstherapie und Kostümball. Wer befürchtet hatte, dass ein ‚digitales Orchester‘ in naher Zukunft die physische Klangerzeugung erübrigen könnte, lehnte sich beruhigt zurück. Ulrich Leykam hatte sich der elektronischen Plage und Mühe unterzogen, jede Orchesterstimme aufzunehmen und vor dem Mix klangfarblich korrekt zu digitalisieren. Das bedeutete allerdings, dass die Zuspielung des digitalen Orchesters ohne Rücksicht auf die sängerische Tagesform, ohne flexible Tempowechsel und ohne das realen Orchestermusiker*innen mögliche Reaktionsspektrum abgehen musste. Wenn nötig, schob man am Mischpult vor allem in den von den über 20 Solist*innen übernommenen Chorszenen den Regler nach unten (Ton: Jochen Schoberth). Das erwies sich als pragmatische und deshalb lässliche Sünde an der Musik – „Sonnenflammen“ wird in einem der nächsten Jahre ohne künstlerische Pandemie-Kompromisse wiederholt werden. Das Ensemble schlug sich in den für die Hauptpartien strapaziösen Anforderungen der pausenlosen Aufführung imponierend.

Ein karnevalesker Theatercoup sind Christian Bruns‘ Kostümen. Antike prallt auf Ramsch, Comedy auf Genie. Hinter bunten Stäben treibt Robert Pflanz Videospots in den Geschwindigkeitsrausch. Da streift er die in das Massensterben von Verdun marschierenden Soldaten des Ersten Weltkrieg und hält inne bei Wehrmachtsbespaßungen des Schlagergewerbes. Schließlich gehen Aida-Kreuzfahrtschiffe als Geißeln des unsinnigen Ressourcenmissbrauchs mitsamt allen Beteiligten unter Atompilz und Atemmaske zugrunde. Dieses Design wirkt klug in seiner improvisierten Unfertigkeit und legitimiert sogar die empfindliche Schmälerung von Siegfrieds Orchestersound durch die Konserve. Aus Opulenz wird Blech. Der Klang ist extrovertiert, aber auch hohl wie das kollabierende Byzanz.

Toll treiben es die alten Byzantiner und die alten Franken. Geschlechtsverkehr wird allerdings häufiger zerredet als ausgeübt. Wenn es doch zu Paarungen kommt, vollziehen sich diese in Lieblosigkeit zwischen den falschen Beteiligten oder nach Betrug. Die byzantinische Partymeile ist trotzdem so aufgesext, wie man sich das als Leser von „Ein Kampf um Rom“ oder „Quo vadis“ vorstellt. Am besten versteht man noch Kaiserin Irene, die sich mit ihrem behinderten Sohn umbringt und als Geist rechtzeitig zur byzantinischen Menschheitsdämmerung wiederkehrt (Rebecca Broberg). Den Kreuzfahrer Fridolin – sicher kein Selbstporträt Siegfried Wagners – treibt es wegen außerehelicher Seitensprung-Zwischenfälle nach Byzanz. Er glotzt sehr oft in die Cyberbrille und wird trotzdem nicht schlauer. Lieber verlottert er im moralischen Treibhausklima als bei den trinkfreudigen Kreuzrittern, verliebt sich neu und wird durch etwas unvorteilhafte Umstände zum zweiten Hofnarren. Fridolins Auserwählte Iris (Julia Reznik) kann Männer aber nur aus räumlicher Distanz lieben. Deshalb schiebt sie dem an durch Reizüberflutung verursachter Bildungsferne leidenden Kaiser Alexios, den Uli Bützer als fast liebenswerten Hurrikan charakterisiert, ihre Freundin als Liebesgespielin zu. Westliche Truppenbewegungen und nahöstliche Feierlaune lassen den Konfliktspiegel bedrohlich ansteigen und bringen das Problemfass zum Überlaufen. Fridolin stirbt an symbolischem Sonnenstich. Äußerst beeindruckend, auch weil Giorgio Valenta mit guter Gesangsschulung durch alle Tücken der Partie rudert und dabei aussieht wie ein auf dem Rummelplatz verlotterter Drachentöter.

Die Darsteller tänzeln, rappen und machen Halligalli, bis der Arzt kommt. Hier ausnahmsweise ohne das heutige Lieblingsrequisit Smartphone, Dafür hat Pachls Inszenierung etwas von jenem schrillen Spleen, mit dem die Studiobühne Bayreuth vor einigen Jahrzehnten ins überregionale Gerede kam. Bis jetzt ist dieser obsessive Geist, die Lust an provokativer Maskerade und durchtriebener Pseudonaivität also lebendig. Liebhaber gut abgehangener Opernschinken kommen bei dieser Inszenierung wenig und mit Siegfried Wagners Opus 8 selbst noch weniger auf ihre Kosten. Bevor die Handlungskarre endgültig im dramatischen Schlamm steckt, setzt der andere Bayreuther Dichterkomponist mehrere umgangssprachliche Wendungen oder schlichte Musikgeste, die alles ein bisschen weniger schlimm erscheinen lassen. So gelingt Siegfried nicht weniger als ein Fluchtpunkt aus dem raunenden Dampf des pathetisch-monströsen Wagnerschen und nach-Wagnerschen Musikdramas. Siegfrieds wunderschöne Melodien dauern mitunter länger als seine dramatischen Reißleine. Das zeigt sich auch bei der der Figur des Narren Gomella, den sich William Wallace und Dirk Mestmacher nach dem Tod von Johannes Föttinger untereinander aufteilten. Dieser androgyne Spottvogel in Feinstrumpfhose ist gefährlich und deshalb so spannend wie Mime oder Herodes. Starker Applaus für diesen wunderbaren Mix aus großer Oper und Off-Theater. Bis zum 29. August wird in der Bayreuther RW21 Galerie eine Ausstellung zu diesem Musikdrama und dessen Symbolik gezeigt.

Roland H. Dippel | 18.08.2020

operapoint.com

Sonnenflammen – Bayreuth, Ersatzprogramm Bayreuther Festspiele

Kurzinhalt

Die 1918 uraufgeführte Oper ist eine im historischen Kontext des Untergangs von Byzanz versteckte soziale Situationsanalyse des untergehenden deutschen Kaiserreiches. Der Gegensatz zwischen der degenerierten realitätsfernen Hofgesellschaft und der hungernden Gesellschaft wird häufiger thematisiert. Die verschrobene Handlung ist die Liebe des fahnenflüchtigen Kreuzritters Fridolin zur Tochter des Hofnarren, Iris, die aber nur halb erwidert bleibt. Denn Iris läßt sich vom Kaiser Alexios mit einer Halskette betören. Er hatte seinem Hofnarren Gomella befohlen, Iris ihm als Strafe für den Diebstahl von Rosenöl gefügig zu machen. Außerdem ist seine Liebe zur Kaiserin Irene, die ihm nur einen degenerierten kranken Thronfolger geboren hat, erkaltet.

Die Kaiserin schützt Iris vor weiteren Nachstellungen des Kaisers und Fridolins. Ein Attentat auf den Kaiser scheitert. Als Konspirant wird Fridolin verhaftet, der sich wahnsinnig stellt und dafür als zweiter Hofnarr begnadigt wird. Der Vater versucht seinen Sohn Fridolin zur Rückkehr in die Heimat zu bewegen. Dieser erkennt seine ehrlose Situation als Fahnenflüchtiger und bekennt sich zum Bleiben und zu Iris. Die Kaiserin ertränkt sich mitsamt dem Kind, die Kreuzritter greifen an and legen Feuer. In dem Brand geht die Hofgesellschaft unter.

Aufführung

Die Bühne zeigt eine beleuchtete Spielfläche, eingebaut in einem ehemaligen Kino. Links neben dem neu geschaffenen Portal werden Übertitel projiziert. Auf der eigentlich leeren Bühne wird mit Bündeln von bunten Schaumstoffschlangen, (Pool-Nudeln), aufrecht stehend oder liegend, ein Bühnenbild geschaffen. Eine Holzkiste dient als Altar oder Sitzgelegenheit.

Die Kostüme können in historisierender Weise bezüglich Byzanz gesehen werden. Andererseits könnte man sie mit Strohhut, weißem Anzug, Bikini und Birkenstock Sandalen auch als modern ansehen. Zentraler Blickfang ist die bühnenfüllende Projektionsfläche, auf der mal mehr mal weniger sinnvolle Videos oder abstrakte Bilder eingeblendet werden.

Am Anfang stehen bewegte Bilder aus den Jahren 1048-1423, auch1920. Hier geht es um das Leben in Byzanz und bei Revolutionswirren. Ein Waldbild und eine Verlobungsfeier schließen sich in der Ouvertüre an. Das Schlußbild wird von einer Zusammenstellung vieler Tagesschau-Sprecher eingeleitet, das nach einem Atompilz und viel hellem Licht den Untergang von Byzanz darstellt.

Sänger und Orchester

Nicht weniger als 18 Rollen weist der Besetzungszettel für die Sonnenflammen aus, einige davon sind sogar zusammengelegt worden. Die Anforderungen an die Sänger sind dabei hoch, Siegfried Wagner orientierte sich durchaus auch an seinem Vater, aber auch an anderen Spätromantikern. Die meisten hier auftretenden Künstler sind junge Nachwuchskräfte, nur wenige haben bereits Erfahrungen mit den Opern Siegfried Wagners sammeln können.

Rebecca Broberg war bereits im Vorjahr an der Oper An Allem ist Hütchen Schuld beteiligt und gibt der Kaiserin Irene die emotionale Ausdruckskraft. Ihr eher dramatischer Sopran gibt der Verzweiflung weiten Raum.

Ihr Partner und die wichtigste und markanteste Rolle ist Kaiser Alexios. Uli Bützer charakterisiert ihn als dynamisch dekadenten Herrscher, technisch sauber mit flexibler baritonaler Stimme. Das Ziel seiner Begierde weiß sich stimmlich zu behaupten. Julia Reznik in der Rolle der Iris gibt mit ihrem souveränen jugendlichen Sopran ihr Operndebüt. Der ebenfalls an Iris interessierte und Gegenspieler des Kaisers ist Ritter Fridolin. Für den Fridolin konnte mit Giorgio Valenta, ein erfahrener lyrischer Tenor, gewonnen werden, der mit den Mitteln des Belcanto der technisch schwierigen Rolle Herr wird und den Kampf um Iris musikalisch überzeugend gestaltet. Wirklich schade, daß sein Vater Albrecht (Steven Scheschareg) ihn mit voluminöser baritonaler Stimme wegen seiner Fahnenflucht beschimpft.

Die szenisch wichtige Rolle der Attentäterin übernimmt Xenia Galanova. Als Eunoe und auch Phila kann sie mit einer großen volltönenden und ausdrucksstarken Sopranstimme leider nur kurz Aufmerksamkeit erregen.

Corona wirft einen starken Schatten. Vermag die Verwendung von Solisten-Sextetten noch die Vorschrift „Abstand der Chormitglieder“ adäquat lösen, kann ein Orchester aus dem Synthesizer nicht befriedigen. Technisch mag die Programmierung durch Ulrich Leykam überzeugen – auch wenn der Computer durch einige Systemausfälle für Kunstpausen verantwortlich zeichnet. Das Klangbild aus dem Synthesizer ist steril und kann natürlich nicht die Klangfülle eines Streichorchesters ersetzen. Es klingt immer so wie die Gruppe Kraftwerk früher. Als Notlösung ist es aber akzeptabel.

Fazit

Wieder einmal eine Produktion eines Werkes Siegfried Wagners, die unter schwierigen Bedingungen zustande kam. War es noch 2019 möglich im Markgräflichen Opernhaus seine Oper An Allem ist Hütchen Schuld! (und in einem Konzert mit Klavierbegleitung u.a. Ausschnitte aus den Sonnenflammen) auf einer respektablen Opernbühne darzustellen, stand diese ein Jahr später nicht mehr zur Verfügung. Diese wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung als Museum nur begrenzt zur Verfügung gestellt. Daher mußte der Veranstalter auf die preiswertere Bühne eines ehemaligen Kinos ausweichen, das erst kürzlich auf private Initiative als Kulturzentrum reaktiviert wurde. Was auch ein gewisses Schlaglicht auf die öffentliche Unterstützung bzw. Interesse in Bayreuth und besonders auf die Aufführung der Werke Siegfried Wagners wirft.

Eine etwas spartanische Ausstattung und eine kürzere Probenzeit hat sich in diesem Zusammenhang auch angeboten. Hingegen war eine exquisite Sängerriege erfreut, in Coronazeiten eine Möglichkeit zum Auftritt zu bekommen – was die vielen Nebenrollen deutlich aufwertete. Ein weiterer Rückschlag war der überraschende Tod von Johannes Föttinger am 26.Juli, der die wichtige Rolle des Gomella übernehmen sollte. Die Rolle wurde kurzfristig von Dirk Mestmacher und William Wallace übernommen, die sich die Rolle szenisch und musikalisch aufteilten. Besonderes Lob für das Programmheft, das eigentlich der Ausstellungskatalog zu der Ausstellung der Siegfried-Wagner-Gesellschaft zum 90. Todestag in der Bayreuther Stadtbibliothek ist, der auf interessante Parallelen des Narren Gomella zum Vaterbild Richard Wagner und zu Verdis Narren Rigoletto hinweist. Eine weitere Einschränkung war der Corona-Mindestabstand im Publikum, dem mehr als die Hälfte der Sitzplätze zum Opfer fielen. Das Publikum bedankte sich eindringlich für die gelungene Umsetzung dieses musikalisch sehr anspruchsvollen und immer wieder unterschätzten Werk Sonnenflammen. Langer und freundlicher Applaus für alle Mitwirkenden.

Oliver Hohlbach | 19. August 2020

Rating
(4/10)
User Rating
(0/5)
Media Type/Label
Marco Polo
Technical Specifications
1280×720, 1.7 Mbit/s, 1.7 GByte (MPEG-4)
Remarks
Bayreuth Summertime