Tannhäuser
| Constantin Trinks | |||||
| Chorus and Orchestra of the Sofia Opera and Ballet | ||||||
Date/Location
Recording Type
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| Hermann | Petar Buchkov |
| Tannhäuser | Martin Iliev |
| Wolfram von Eschenbach | Atanas Mladenov |
| Walther von der Vogelweide | Emil Pavlov |
| Biterolf | Stefan Vladimirov |
| Heinrich der Schreiber | Angel Antonov |
| Reinmar von Zweter | Angel Hristov |
| Elisabeth | Tsvetana Bandalovska |
| Venus | Gabriela Georgieva |
| Ein junger Hirt | Maria Pavlova |
Kartaloff entfesselt Seelenräume
Gabriela Georgieva als Venus überzeugte mit dramatischer Präsenz und stimmlicher Überlegenheit. Ihr Sopran war ausladend, von metallischer Leuchtkraft und gleichzeitig sensibel in der Phrasierung. Ihr Textverständlichkeit war sehr gut, ebenso ihr Wissen um Nuancen. Sie spielte die Venus nicht als Verführerin, sondern als leidenschaftliche Göttin – souverän und doch verletzt, mit einem Timbre, das zwischen Verführung und Dramatik alles überzeugend aufbot, um sie als weibliche Gottheit zu begreifen. Ihre Bühnenausstrahlung war enorm – ein Zentrum der Energie.
Martin Iliev als Tannhäuser war ein imponierender Titelheld mit einer staunenswerten Gesamtleistung. Seine baritonal grundierte Tenorstimme bewältigte die gefürchteten Höhen mit Kraft und Ausdauer, wirkte dabei aber nie forciert. Besonders im dritten Aufzug, in der Romerzählung, zeigte er Mut zur Expressivität, zur stimmlichen Zerbrechlichkeit. Er sang nicht nur – er erzählte, er bekannte. Seine Textverständlichkeit war gut, seine Darstellung psychologisch nuanciert. Er formte einen Tannhäuser, der nicht trotzig oder haltlos erschien, sondern gezeichnet, innerlich zerrissen – ein moderner Mensch, der keinen Platz mehr findet in den engen Systemen seiner Welt. Seine Wandlung zum manisch gebrochenen Charakter war aufrüttelnd und zeigte einen Sänger, dem an diesem Abend alles gelang. Es war gerade jener dritte Aufzug, in welchem Iliev komplett eins wurde mit Tannhäuser und seine Gebrochenheit erschütterte. Riesiger Jubel belohnte seinen schonungslosen Einsatz.
Tsvetana Bandalovska als Elisabeth war das emotionale Zentrum des Abends. Sie gestaltete diese Partie mit einer inneren Flamme, wie man sie selten erlebt. Ihr Sopran – rund, leuchtend, voll leiser Glut – vereinte Mädchenhaftes mit spiritueller Größe. Sie war nicht die sanfte Erlöserin, sondern eine mutige, handelnde Frau, die sich der Verrohung und den Dogmen ihrer Umwelt entgegenstellt. Im dritten Aufzug – nach dem Abgang der Pilger – gehörte ihr der Moment des Gebets. Allein auf der Bühne, vor der eindrucksvoll platzierten Marienstatue links hinten, sang sie nicht fromm, sondern ehrlich, verzweifelt, klar. Ihre Stimme schien zu leuchten aus einem Raum jenseits der Bühne. Es war ein Moment der Wahrhaftigkeit – still und ergreifend. Und doch war der Seelenschmerz omnipräsent. Ihr Auflösen des irdischen Lebens wurde in eine poetische Bildlösung geführt. Elisabeth liegt als fleischgewordenes Kreuz auf dem Boden, während rote Laub-Blätter auf sie herniedersinken.
Atanas Mladenov begeisterte als Wolfram mit noblem, kernigem Bariton und einer Musikalität, die jedes Wort, jede Phrase trug. Sein „Abendstern“-Lied war von leiser Größe – ein Moment der Schönheit inmitten moralischer Verwüstung. Sehr bewusst reizte er die Dynamik aus, nahm die Stimme ins klingende Pianissimo zurück und sorgte somit für besondere Intensität. Darstellerisch überzeugte er mit zurückhaltender Präsenz – ein Mann des Wortes, nicht der Pose. Er zeigte Wolfram als klugen Beobachter, der aber dann beim Auftritt der Venus im dritten Aufzug intensiv, auch physisch, um Tannhäuser kämpft, um ihn zurückzuhalten. Immer wieder sucht er den Kontakt zu Tannhäuser, verzweifelt wendet er sich sodann mit einem Gebet an die Jungfrau Maria. Bewegend, wie die beiden Freunde sich am Ende in die Arme fallen.
Petar Buchkov verlieh dem Landgrafen Hermann Würde und väterliche Autorität. Sein Bass war dunkel und kultiviert, seine Darstellung geprägt von Milde, nicht von Härte. Im Umgang mit Elisabeth zeigte er väterliche Farben, in der Szene des Urteils Haltung und Maß.
Auch die übrigen Minnesänger zeigten hohe Qualität: Emil Pavlov als lyrischer Walther mit weichem, elegischem Tenor; Angel Antonov als Heinrich der Schreiber mit charaktervoller Gestaltung; Stefan Vladimirov als markanter, impulsiver Biterolf – mit wuchtigem Bass und eindrucksvollem Spiel; Angel Hristov als Reinmar mit sonorem Fundament.
Der Chor unter der Leitung von Violeta Dimitrova war ein stimmliches Ereignis: voller Klang, rhythmisch präzise, szenisch präsent. Die Pilgerchöre berührten mit spiritualisierter Klangfülle. Der Chor agierte und war Teil der szenischen Sprache – als Kollektiv mit individueller Ausdruckskraft.
Auch das Ballett wurde organisch in das Geschehen eingebunden. Besonders in den Venus-Szenen war der körperliche Ausdruck hochstilisiert – nicht als Tanznummer, sondern als Bewegungschor. Gesten, Posen, Andeutungen – eine Choreographie innerer Zustände.
Constantin Trinks hatte das Orchester der Nationaloper Sofia gut vorbereitet. Schon die Ouvertüre kündete von gestalterischer Klarheit und innerer Spannung. Die Streicher glänzten mit satter Wärme, die Holzbläser mit feiner Artikulation, die Hörner leuchteten in edlem Gold, das Blech war kultiviert zurückgenommen und das Schlagzeug zeigte sich als intensiver Farbgeber.
Trinks modellierte Bögen und gestaltete vor allem symphonisch, was vor allem der Ouvertüre zugute kam. Diese Einleitung war kein Präludium, sondern ein seelischer Vorspann – getragen von einer Spannung, die sich nicht in Lautstärke, sondern in innerer Bewegung entfaltete. Trinks gelang eine Balance zwischen Struktur und Emotion.
Seine Tempi waren ausgewogen und die Dynamik unforciert. Besonders das Vorspiel zum dritten Aufzug wurde unter seiner Leitung zu einem klanglichen Gebet – fließend, schwebend, von großer Zartheit. Allein die Finali der einzelnen Aufzüge hätten in ihrer Wirkung deutlich gesteigert werden können, wenn Trinks die dirigentischen Zügel nicht gar so akademisch streng geführt und stattdessen etwas mehr Temperament zugelassen hätte. Den Sängern gab er mitunter zu wenig Raum zur stimmlichen Entfaltung. Die Begleitung wirkte zuweilen durchgezählt und nicht mit dem Atem der Sänger verbunden.
Am Ende dieses bewegenden Abends stand Tannhäuser, der Mensch – allein mit seiner Schuld, seiner Sehnsucht, seinem Wunsch nach Gnade. Keine Erlösung durch Institutionen, sondern durch Verwandlung. Und während Tannhäuser und Elisabeth in das Licht der Verwandlung schritten, zog sich ein permanent gesteigerter Klangschleier über die Bühne – wie ein letzter aufsteigender Atem, eine lichte Hoffnung.
Das Publikum reagierte stehend jubelnder Ausdauer – nicht euphorisch im üblichen Sinne, sondern berührt, aufgewühlt, dankbar. Es war ein Abend, der nicht verflog, sondern nachhallte – als ein Bekenntnis zur Kraft dieses besonderen Werkes.
Dirk Schauß | 27. Juni 2025
Emotional mitreißend
Nach einer selbst in Europa und zumal auf dem Balkan einzigartigen Produktionsserie von acht Werken des Bayreuther Richard Wagner-Kanons seit 2010, darunter gleich zwei kompletten „Ring“-Inszenierungen (2013 und 2023), hat sich der Generaldirektor der Sofia Oper und Regisseur Prof. Plamen Kartaloff dieses Jahr zu Beginn des III. Wagner-Festivals den „Tannhäuser“ vorgenommen. Das heißt also, dass die Nationaloper Sofia nun bis auf die „Meistersinger von Nürnberg“ alle Werke des Bayreuthers Kanons im Repertoire hat and auch immer wieder spielt.
In mittlerweile 15 Jahren ist in Sofia dabei ein beachtliches Wagner-Ensemble entstanden, anfangs instruiert von dem der Sofia Oper sehr verbundenen und 2017 verstorbenen deutschen Musikpädagogen, Pianisten und Opernstudienleiter Prof. Richard Trimborn. Weitere Größen des bulgarischen Opernlebens sowie Wagner-erfahrene Sänger aus Westeuropa machten danach weiter.
Das Ergebnis zeigte sich auch wieder an diesem Abend. Die „Tannhäuser-Premiere und zugleich Premiere des III. Wagner-Festivals der Sofia Oper 2025 wurde nämlich ganz wesentlich auch durch die Leistung der bulgarischen Sänger zu einem großen Erfolg. Martin Iliev, hier seit langem bewährt als Siegmund, Siegfried und Tristan, wuchs in der Emotionalität der Darstellung des Titelrolle über sich hinaus. Er konnte diesen Anspruch auch mit tenoralen Qualitäten belegen, wobei die ganze Gebrochenheit der Figur eindrucksvoll zum Ausdruck kam. Ihm auf Augenhöhe begegnete Tsvetana Bandalovska, die mit einem stärkeren dramatischen Aplomb als noch von ihrer Sieglinde der vergangenen Jahre gewohnt die Elisabeth sang und mit großer Empathie für Tannhäuser spielte. Höhepunkte der Aufführung waren das Zusammentreffen zwischen beiden zu Beginn des 2. Akts nach einer emphatisch gesungenen „teuren Halle“ durch Bandalovska, sowie die Romerzählung von Iliev im 3. Akt, die er zu einer wahrlich unter die Haut gehenden musiktheatralischen Existenzfrage werden ließ. Das hat man so intensiv kaum je erlebt!
Gabriela Georgieva, als durchschlagskräftige Ortrud des „Lohengrin“ im Vorjahr noch in bester Erinnerung, sang die Venus mit hoher dramatischer Intensität, szenisch in der hier gespielten Zweiten Dresdner Fassung aber etwas zurückhaltend. Petar Buchkov war ein würdiger Landgraf Hermann und Atanas Mladenov ein wie immer schönstimmiger und einnehmender sowie hochmusikalischer Wolfram. Emil Pavlov gab einen guten Walther von der Vogelweide mit kraftvollem Tenor und Stefan Vladimirov einen grimmigen Biterolf. Angel Antonov als Heinrich der Schreiber und Angel Hristov als Reinmar von Zweter ergänzten mit dem lieblich singenden Jungen Hirten von Maria Pavlova das komplett aus Bulgaren bestehende Sängerensemble.
Regisseur Kartaloff sieht den „Tannhäuser“ als ein Drama unserer Tage, nicht nur als Parabel über Sünde und Vergebung. Für ihn ist Tannhäuser ein Mann, der in einer von Extremen zerrissenen Welt nach Ernsthaftigkeit und Freiheit sucht. Im Venusberg zeigt der Regisseur die Welt als ein rituelles Theater der Lust und Begierde. Man sieht kein Ballett, sondern pantomimenartige Darstellungen und Andeutungen von mythologischen und symbolischen Figuren wie Leda mit dem Schwan, Psyche und Eros, Helena und Paris, die Verführung der Europa, Dionysos, wie er alle in eine ekstatische Orgie versetzt, etc. Das ist sehr bildmächtig, zumal wenn Venus und Tannhäuser auf einem von einem weiblichen und einem männlichen Zentaur gezogenen Wagen hereinfahren. In Purpurrot verhüllt dient er dann zu ihrem langen Duett. Weniger überzeugend sind die im Hintergrund in rötlichem Licht aufgeblasenen Plastikhüllen, die den Venusberg andeuten sollen und bei Tannhäusers Ruf nach Maria in sich zusammensacken.
Entsprechende Lichtprojektionen auf einem Rundhorizont hätten hier sicher mehr gebracht. Und das kann man in Sofia mit Andrej Hajdinjak sehr gut, wie nicht nur der „Tristan“ und der „Ring“ beweisen. Und er war ohnehin auch an diesem Abend für das Licht zuständig. Sven Jonke war für das Bühnenbild mit Kostümen von Maria Ilieva verantwortlich, welches in der 2. Szene des 1. und im 3. Akt zu stark auf beige Tuchbahnen setzte, für die er offenbar ein nicht ganz einzudämmendes Faible hat, wie auch der Sofioter „Parsifal“ zeigt, wo es allerdings als Heiliger Wald überzeugender wirkte. Der Pilgerchor hatte leichte Schwierigkeiten, durch die Tücher zukommen, die an Seilen zu Spitzen hochgezogen wurden.
Das Bühnenbild des 2. Akts bestach hingegen durch eine sehr gute szenische Zuspitzung auf den Sängerkrieg, der hier wirklich einer war. Der jeweils singende Minnesänger stand oben über allen auf einem Podest mit einer Harfe, die übrigens auch glänzend aus dem Orchester klang. Ein metallisch glänzender Rundhorizont ging eine gute Symbiose mit einem bühnenbreiten, kreisrunden und hell erleuchteten Plafonds ein, der die (vermeintliche) Ordnung und mentale Abgeschlossenheit der Wartburg-Gesellschaft markierte. Der hervorragend und intensiv singende Chor der Sofia Oper unter Leitung von Violeta Dimitrova erschien in Grau völlig neutralisiert, wie unmenschlich, mit Masken im dogmatisch konservativen Wartburg-Einheitsdenken, was erst recht eine Zuspitzung der Konzentration auf die Sänger des Wettstreits und Elisabeths Gebaren – mit Applaus für deren Beiträge bis zu Biterolf – und ihr finales Einschreiten zugunsten Tannhäusers erhöhte. Sie steht in dieser Inszenierung schon von Beginn an sichtbar im Gegensatz zur Wartburg-Gesellschaft. Erst als es Ernst wird, fallen die Masken aller, und die Realität bricht hervor – ein starker szenischer Griff Kartaloffs! Auch ansonsten war die Personenregie, wie immer bei ihm, der ja alle Stücke aus der Partitur heraus inszeniert, sehr gut. Er inszenierte hier den unglaublichen und emotional einnehmenden Niedergang des den Sängerstreit zunächst dominierenden Tannhäuser zu einem völlig vernichteten und am Boden liegenden Sünder. Die Romerzählung setzte im 3. Akt dann einen weiteren Höhepunkt, stimmlich wie darstellerisch mit einer enormen Leistung von Martin Iliev, aber auch im Zusammenspiel mit Atanas Mladenov als Wolfram. Im Finale unterstrich der Regisseur dramaturgisch, dass Tannhäuser nicht durch göttliche Gnade, sondern durch innere Transformation erlöst wird und eine Vergebung nicht durch (päpstliche) Autorität, sondern allein durch persönliches Leiden, Erwachen und die Liebe Elisabeths erfährt. So wirkt das spirituelle Ende, bei dem beide in eine helle imaginäre Zukunft schreiten, auch viel intensiver als ein ähnliches neulich in der Wiener Produktion von Lydia Steier. Kartaloffs „Tannhäuser“ endet nicht in Verzweiflung, sondern in szenisch nachvollziehbarer Hoffnung!
Constantin Trinks dirigierte das im Wagner-Fach immer besser werdende Orchester der Sofia Oper mit gekonnter Hand und viel Liebe zum Detail. Dass bisweilen zu lange (wohl auch premierenbedingte Umbau-)Pausen entstanden, war nicht ihm anzurechnen. Besonders störend war der zu lange musiklose Vorlauf nach der Ouvertüre mit szenischer Vorbereitung des Venusbergs. Da sollte die Musik, wie von Wagner komponiert, doch sofort weitermachen, auch um die aufgebaute Dynamik und Spannung zu halten. Trinks gelang mit den Musikern eine sehr detailliert aufgefächerte Ouverture, die allerdings etwas an Tiefenwirkung missen ließ. Es wurde offenbar, dass es ihm um das genaue Einhalten seiner musikalischen Vorstellungen geht und er damit die Musiker sehr stringent, um nicht zu sagen eng, führt. Ein Wiener Philharmoniker sagte mir einmal, der große Vorzug von Christian Thielemann sei es, den Musikern zwar genaue Einsätze zu geben, sie dann aber ihren jeweiligen Part nach eigener Intuition und Vorstellung ausführen zu lassen. Damit ergebe sich ein hohes Maß an musikalischer Individualität bei insgesamt guter Ordnung und Gesamtkoordination. Aber das mag „Meckern auf hohem Niveau“ sein. Dieser „Tannhäuser“ war nicht nur vom Regiekonzept her und stimmlich, sondern auch musikalisch ein ganz großer Erfolg für die Sofia Oper, die nun 90 Prozent des Bayreuther Kanons im Köcher hat! Das allein ist schon etwas ganz Besonderes.
Klaus Billand | 04. Juli 2025
Premiere of Director Plamen Kartaloff’s New Production of Wagner’s Masterpiece Is a Historical Triumph for Humanity
Conductor Constantin Trinks lead the Sofia Opera Orchestra & Chorus, and cast of outstanding singers in this production, highlighting the elevated quality of local talent and international acclaim.
The Overture paved the way for all musical highlights to come. Trinks showcased the orchestra’s detail oriented dynamics and joyful playing with aplomb. The musicians evoked nostalgia and a deep sense of honor for Wagner’s music. They played together in harmony and their communion could be felt. Audience members leaned towards their loved ones, gasped when the composition’s strings elated in celebratory swells, and quietly hummed along in all seriousness and utmost respect for Wagner’s finest work. The entire house was sold out and everyone in the hall was on the same page–opening night of the Wagner Festival in Sofia is a spectacular experience to behold!
The Bacchanale in Venusberg radiated with sexual energy and virility. It was a very impressive opening that featured an array of reds, purples and brilliant magentas, with choreography that played out life’s “endless” pleasures in Venus’ cave near Eisenach. Tannhäuser’s “Hymn to Venus” (Act one, scene two), “Dir töne Lob! Die Wunder sei’n gebriesen Dank deiner Huld! Gebriesen sei dein lieben,” was Martin Iliev’s shining opening moment. His baritone resounded across the hall and his rich vocal quality brought to life the body of Wagner’s score. Iliev transformed into Tannhäuser before he took to the stage, and there was a physicality to his role that felt it had been lived in, made flesh. Very rarely do singers actually transform themselves before they take to the stage for a production, but in this case Iliev set the bar very high. I watched as his face melted in the loving embraces of Venus, coming into excruciating ecstasy with her touch. He vocally elicited a baritone that rang pure and true. His upper register, middle voice and lower register were aligned. All one could do throughout his performance was just enjoy the ride. Iliev really took us there in every way possible. Bravo!
The Pilgrim’s Chorus (Act one, scene three) “Zu dir wall ich, mein Jesus Christ,” was tender and uplifting. The chorus sounded lively and joyous in their singing. The acoustics of the hall enveloped listeners in a warmth of sound, creating a balm for the soul.
Elisabeth’s opening aria (Act two, scene one), “Dich, teure Halle, grüß ich wieder,” showcased soprano Tsvetana Bandalovska’s vocal agility and outstanding quality. Her voice stretched like an ethereal silver web of sound into the opera hall. Her vocal phrasing was pure and her upper register shone bright. Bandalovska as Princess Elisabeth brought to mind Wagner’s genius in this opera, making the music a spiritual experience grounded by the human experience. I observed Bandalovska’s actions and listened to her vocal inflections as she mourned in pain and suffering over the deep love she carried for Tannhäuser. This gut wrenching drive carried beyond what one might have expected, delivering a performance one might never forget. The ways love can wield the most innocent of hearts into the unknown as they fall into the depths of its waters is unforgettable as Bandalovska sings and hopes for Tannhäuser’s deliverance. I am still reliving and reimagining her voice in my head. Bandalovska’s “Elisabeth’s prayer” (Act three, scene two), “Allmächt’ge Jungfrau! Hör mein Flehen,” will stay in my heart forever.
The Pilgrim’s Chorus (Act three, scene one), “Beglückt darf nun dich, o Heimat, ich schauen,” developed into a vocal uprising among chorus members and audience members alike. Their voices carried in union of peace and harmony, enriching the production as a whole and clearing the path for one of opera’s greatest arias of all time: Wolfram’s Hymn to the evening star, “O du mein holder Abendstern.”
Atanas Mladenov as Wolfram delivered a performance of his life in this production. His voice was phenomenally articulate as his brilliant baritone soared while he sang Wolfram’s Hymn. Conductor Trinks made sure the orchestra’s gentle lullaby carried him forward as his voice lifted into the heavens. Audience members were in tears while he performed and the subtle lighting fell across his body in stoic solitude. All was quiet for this most precious moment in time: one of Wagner’s finest arias ever written and one of opera’s most unforgettable passages. Mladenov’s voice ushered this production of “Tannhäuser” into another realm and beyond.
Tannhäuser’s Roman Tale (Act three, scene three), “Romerzählung. Inbrunst im Herzen,” was the final crowning achievement of opening night when Iliev’s voice oscillated between torment, terror, trauma, and truth. His interpretation was so precise and powerful, there seemed to be nothing else outside this world of his. Recounting his experience as a man against all odds, hopeful to feel forgiven and free in his lifetime, Iliev’s eyes glistened with glory not because he would soon find peace, but because he was no longer afraid to face and feel his own reality. Iliev transformed into a man of total consciousness, his body dripped with perspiration as his face revealed the harshest realizations of his own internal landscape while singing out loud. One could only imagine how Iliev prepared for this role, the countless hours of taking on such a challenge. There was not a dry eye in the audience by the end of his aria. A blanket of resolution enveloped the hall during this moment. There arose a new level of awareness about what was just witnessed–Iliev’s greatest vocal achievement of Wagner’s most beloved aria made new in modern day.
Kartaloff’s vision was manifested successfully and I was reminded of what he said about this production in this moment, “What remains in the center is the human soul–torn between body and spirit, between guilt and hope, between despair and forgiveness. And the stage–just like Wagner’s music–is nothing but its resonance.”
More Cast Highlights
Petar Buchkov as Hermann was perfect in this role. His bass extended into the hall with magnificence as he sang. There was a comforting quality about his demeanor as well that made his character feel real-life. His interactions with Elisabeth and the minnesingers revealed a deep respect felt among his cast mates towards his leadership in this role. His costume was also one of my favorites, featuring divine blues and sparkling crystals inlaid ornately around his neck and extending into a robe of mystical mastery.
Emil Pavlov as Walther sounded glorious in his role as one of the minnesingers. His tenor resonated in clarity and high level vocal quality. His upper register sounded spectacular in the hall especially.
Stefan Vladimirov as Biterolf performed with a remarkable rich bass voice. As he praised love to be the most notable emotion of all, his voice felt like it came from his own heart. His performance was very moving.
Angel Antonov as Heinrich gave an unforgettable performance. His tenor voice had a special quality that set it apart from others and I would love to hear him again. Antonov’s Heinrich is masterclass worthy.
Angel Hristov as Reinmar displayed a rich bass voice as he sang his convictions. His facial expressions and acting came across as natural and compassionate, embodying his character’s disposition.
Maria Pavlova as a Young Shepherdess was transcendent in her role. As she walked gracefully across the stage there was a luminous glow about her. Her voice rang true as she sang and made for a special moment in time.
The Three Graces (Courtiers of Venus), featured Malena Djurova, Monika Yanebova, and Polina Videnova. Their costumes were one of my favorites as well, made with an eye-catching red draped across their bodies, connecting one another as they moved in unison across the stage. This reminded me of the Metropolitan Opera’s scene in Philip Glass’ “Akhnaten” when Akhnaten and Nefertiti come together on stage with their costumes extended in waves of red that seem to go on forever. There is something so heart-wrenching when costumes make such a bold statement in a production like this. Congratulations Hristiyana Mihaleva-Zorbalieva on your designs.
Ballet members and their roles included Mina-Vasilia Stoyanova (Leda), Rafael Katz (Swan), Charlotte Berard (Susanna), Radul Roglev and Dario Yovcevski (Two Old Men), Ivan Shopov (A Man Ploughs the Earth), Tiri Berge (Helen), Jake Milston (Paris), Enrico Grivo (Eros), Ramona-Nicol Miteva (Psyche), Vera Aspridi (Europa), Matthew Whittle (White Bull), Deyan Ivanov (Dionysus), Beatrice Bee, Debora Tosheva, Zhaklin Draganova, and Gabriela Kesyakova (Maenads).
The assistant director of this production was Yulia Krasteva, chorus conductor was Violeta Dimitrova, multimedia artist was Elena Shopova, concertmasters included Slava Atanasova and Maria Evstatieva, stage managers included Vyara Karabeloyova, Teodor Georgiev, and Militsa Ristova. Corepetiteurs included Agnes Dankova, Yolanta Smolyanova, Mira Teofilova, Stoyan Martinov, Denitsa Petrova, Svetlana Ananievska, and Tomas Gribov. Head of production was Christian Stoyanov and artist Nella Stoyanova. Translations were by Lalka Todorova, title operator Antoaneta Aleksova and Yuliya Krasteva, and prompter Draga Machuganska.
Jennifer Pyron | Jul 2, 2025



